Stadterneuerung

Stadterneuerung - als eine zentrale Aufgabe der Stadtentwicklung - hat zu einer deutlichen Aufwertung der vorwiegend gr√ľnderzeitlichen Gebiete der Innenstadt und der Bezirkszentren gef√ľhrt.


Aufgrund des erreichten Erneuerungsstandes der Wohnsubstanz wurde im Jahr 2002 eine Neuausrichtung des Stadterneuerungsprogramms beschlossen. Dies f√ľhrte zu einer Verschiebung der Priorit√§ten in der zentralen Programmplanung auf die Leitziele:

  • Verbesserung der lokalen sozialen und kulturellen Infrastruktur (Grundschulen, Kitas, Einrichtungen f√ľr Jugendliche).
  • Initiierung von Aufwertungsprojekten im √∂ffentlichen Raum zur Erh√∂hung der Gestalt- und Aufenthaltsqualit√§t (Stra√üen, Pl√§tze, Spielpl√§tze).

Diese Zielsetzungen finden sich in den Leits√§tzen zur Stadterneuerung f√ľr Sanierungsgebiete vom 1. Februar 2005 wieder. Dabei wird ein sehr weitgehender Begriff der Stadterneuerung verwendet, indem Handlungsschwerpunkte der so- zialen Stadterneuerung umfassend mit einbezogen werden.
Die Interessen der betroffenen Bev√∂lkerungsgruppen werden zum Orientierungspunkt f√ľr die Durch- f√ľhrung von Sanierungsma√ünahmen, die geforderte Bildung von Betroffenenvertretungen soll den institutionellen Rahmen f√ľr mehr Beteiligung an Entscheidungen und die √úbernahme lokaler Verantwortung bilden.

Die Entwicklung der Quartiere ist insbesondere unter der Ma√ügabe zu betrachten, dass stabilisierende Bev√∂lkerungsgruppen (z.B. junge Familien oder qualifizierte Fachkr√§fte) zuziehen und gleichzeitig die wachsende Zahl der √§lteren Bewohnerinnen und Bewohner ihr Leben ihren Bed√ľrfnissen entsprechend gestalten k√∂nnen.
Das bedeutet auch, dass verstärkt Anstrengungen zur Weiterentwicklung des lokalen Gewerbes unternommen werden können, die Stabilisierung von Quartieren durch Beschäftigung schaffende Maßnahmen ist unstrittig.

Gerade f√ľr junge Familien ist ausschlaggebend, in den Quartieren auf verbesserte Arbeits-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen zugreifen zu k√∂nnen, was - entgegen dem Trend der letzten Jahre - die bauliche Aufwertung dieser Einrichtungen bedeutet. Dabei ist im Hinblick auf die Finanzsituation Berlins grunds√§tzlich eine Konzentration der F√∂rdermittel auf die Erneuerung der √∂ffentlichen Infrastruktur, zur Aufwertung des Wohnumfeldes und auf die f√ľr Berlin obliegenden Aufgaben der weiteren Sanierungs- vorbereitung erfolgt. Erneuerungen in der Altbausubstanz k√∂nnen nur dann vorgenommen werden, wenn Ma√ünahmen zunehmend mit privatem Kapital finanziert werden.